Ewigkeitschemikalien und Trinkwasser
Umweltminister Wilmes stellt ersten PFAS-Bericht vor
Ein ministerienübergreifender Bericht verspricht konkrete Aktionen, um mehr über Herkunft und Verbreitung von Ewigkeitschemikalien in Trinkwasser und Lebensmitteln zu erfahren. Landwirtschaftsministerin Hansen verteidigt die hohen Standards der Lebensmittelsicherheit in Luxemburg.
Umweltminister Serge Wilmes betont die internationale Dimension des Problems Montage: Tageblatt
„Unsere luxemburgischen Lebensmittel und unsere luxemburgischen Äpfel sind absolut sicher“, sagt Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) an diesem Morgen und hält sogleich einen Apfel hoch, den sie sich zum Frühstück mitgebracht hat. Luxemburgs Äpfel waren kürzlich in die Schlagzeilen geraten, nachdem die NGO „Pan Europe“ darin das PFAS-Pestizid Fludioxonil entdeckt hatte.
Die Landwirtschaftsministerin will in der gemeinsamen Sitzung von Umwelt-, Landwirtschafts- und Gesundheitskommission im Plenarsaal der Chamber Ängste und Sorgen über mögliche Gesundheitsrisiken aus dem Weg räumen – und hat deshalb gleich eine Reihe von wissenschaftlichen Mitarbeitern mitgebracht, die den Abgeordneten zunächst einen Crash-Kurs in Toxikologie bieten, um im Anschluss die Daten der Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (ALVA) zu analysieren. Diese zeigen, dass zwischen 2010 und 2025 kein einziger kontrollierter luxemburgischer Apfel den sogenannten regulatorischen Grenzwert an Pestizidrückständen überschritten hat. Und selbst wenn, erklärt ein Wissenschaftler, bedeute das noch lange kein Gesundheitsrisiko – der regulatorische Grenzwert sei weit unter einer Schwelle möglicher Gefahren angesiedelt.