Unternehmen und Menschenrechte

Studie: Fondsverwalter vernachlässigen ihre Sorgfaltspflicht

Menschenrechte gelten als Grundpfeiler der Demokratie. Doch bis heute zählen sie nur wenig, wenn die Interessen großer Konzerne im Spiel sind – so auch die der luxemburgischen Fondsindustrie, wie eine Studie der „Action Solidarité Tiers Monde“ (ASTM) zeigt.

Cédric Reichel (ASTM) und Jean-Louis Zeien von der „Initiative pour un devoir de vigilance“ (Mitte) bei der Vorstellung der Studie, rechts die Autorin Nadine Haas (ASTM)

Cédric Reichel (ASTM) und Jean-Louis Zeien von der „Initiative pour un devoir de vigilance“ (Mitte) bei der Vorstellung der Studie, rechts die Autorin Nadine Haas (ASTM) Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Etwa 50 Millionen Menschen lebten nach Angaben der International Labour Organization (ILO) vom vergangenen Jahr in einer Situation moderner Sklaverei. Nach einer aktuellen Schätzung der ILO und Unicef sind 160 Millionen Mädchen und Jungen von Kinderarbeit betroffen. Doch kaum jemand zeigt sich dafür verantwortlich, schon gar nicht die dafür zuständigen Unternehmen. Das gilt auch für die luxemburgische Fondsindustrie, eine der wichtigsten Säulen des hiesigen Finanzsektors. Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als fünf Billionen Euro ist das Großherzogtum der zweitgrößte Standort für Investmentfonds.

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