„OpenLux“
So transparent sind die wirtschaftlichen Eigentümer-Register in den anderen EU-Ländern
Einige Luxemburger Abgeordnete hatten in den vergangenen Tagen bezüglich der „OpenLux“-Affäre bemängelt, dass nun zu sehr mit dem mahnenden Finger auf das Land gezeigt werde, obwohl andere EU-Mitgliedstaaten sogar weniger transparente wirtschaftliche Eigentümer-Register hätten. Doch stimmt das auch? Das Tageblatt hat sich die Register der Nachbarländer und der restlichen EU-Staaten angeschaut.
Register über wirtschaftliche Eigentümer sind in der EU seit einiger Zeit für die Mitgliedstaaten vorgeschrieben. Einige machen diese für die Öffentlichkeit zugängig, andere nicht. Symbolfoto: AFP/Georges Gobet
In den vergangenen Tagen gab es große Aufregung um das Thema „OpenLux“ – eine Affäre, die sich um den anhaltenden Vorwurf dreht, Luxemburg sei eine Steueroase und mache Kriminellen ihre Machenschaften leicht. Mehrere Medien, darunter die französische Zeitung Le Monde und die Süddeutsche Zeitung, hatten die Diskussion mit einer umfassenden Recherche angestoßen. Diese drehte sich unter anderem um die wirtschaftlichen Eigentümer-Register, die die Europäische Union ihren Mitgliedstaaten vorschreibt. In Luxemburg heißt diese Datenbank „Registre des bénéficiaires effectifs“ (RBE).