Luxemburg-Stadt

„Mein Großvater wurde im KZ totgeprügelt“: Luxemburg gedenkt der Opfer der NS-Besatzung

In Luxemburg wurde am Wochenende der Opfer des Zweiten Weltkrieges gedacht und der Mut sowie die Solidarität der Bevölkerung gewürdigt. Gespräche bei der 80. „Journée de la commémoration nationale“ am Sonntag in der Hauptstadt zeigen, warum das Gedenken uns alle betrifft.

An fünf Stationen wurde während der Gedenkfeier Halt gemacht, unter anderem am Kaddisch-Denkmal bei der Kathedrale

An fünf Stationen wurde während der Gedenkfeier Halt gemacht, unter anderem am Kaddisch-Denkmal bei der Kathedrale Foto: Editpress/Alain Rischard

„Ich habe ein ungutes Gefühl angesichts der aktuellen Entwicklungen und das macht mir Sorgen. Obwohl der Ruck in anderen Ländern krasser war als hier im behüteten Luxemburg“, stellt Anouk Kayser aus Belair fest. Die 30‑jährige Pfadfinderin ist Programmkommissarin bei der „Fédération Nationale des Eclaireurs et Eclaireurses du Luxembourg“ (FNEL) und nimmt an diesem Sonntag an der 80. „Journée de la commémoration“ in der Hauptstadt teil.

Der Gedenktag wird jedes Jahr um den 10. Oktober begangen. An diesem Tag widersetzten sich 1941 die Menschen in Luxemburg nämlich einer von den Nazis angeordneten „Personenstandsaufnahme“ und bekannten sich zur luxemburgischen Nationalität, Sprache und Volkszugehörigkeit. Seit 1946 finden deshalb in fast allen Gemeinden in Luxemburg Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen statt.

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