Gemeinden
Mehr Befugnisse für „Pecherten“: Mit einfacheren Strafen zu einem zivilisierteren Zusammenleben
Die sogenannten „Pecherten“ erhalten zusätzliche Befugnisse. War ihre Kompetenz bis jetzt auf das Ausstellen von Strafzetteln für Falschparker beschränkt, so sollen sie in Zukunft auch Verstöße gegen Gemeindereglemente ahnden können.
Die Zeiten, in denen die „Pecherten“ lediglich Strafzettel an Falschparker verteilten, sind vorbei. Sie erhalten mehr Befugnisse. Foto: Editpress/Julien Garroy
Es gehe nicht darum, die Überwachung zu verstärken und repressiver als bisher zu agieren, unterstrich Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) bei der Vorstellung der neuen Maßnahmen am Mittwoch. Auch nicht darum, eine Art Ersatz-Polizei zu schaffen. Vielmehr soll den Gemeinden eine bessere Handhabe bei Verstößen gegen die Regeln des gemeinschaftlichen Zusammenlebens gegeben werden. Die Ministerin sprach von einer „Win-win“-Situation. Denn der Beruf des „Agent municipal“ (im Volksmund „Pechert“ genannt) würde aufgewertet, die Polizei könne sich auf andere Aufgaben konzentrieren, die Justiz würde entlastet und unsoziales Verhalten werde zurückgedrängt, so Bofferding. Zudem werde die Präsenz der Ordnungshüter im öffentlichen Raum verstärkt, betonte die Ministerin mit Blick auf das Zurückgreifen einiger Gemeinden auf private Sicherheitsfirmen.