SREL-Prozess, Tag 4

Luxemburgs Ex-Geheimagenten zeigen Nerven

Auch 13 Jahre nach den Geschehnissen um die sogenannte SREL-Affäre kochen die Emotionen immer noch hoch. So wurde am vierten Verhandlungstag des entsprechenden Prozesses gleich mehrmals ersichtlich, wie schwer die gesamte Affäre die Angeklagten doch zu belasten scheint.

Der ehemalige Operationschef des Luxemburger Geheimdienstes Fränk Schneider zog sich am Freitag den Ärger des Gerichts zu. Er trete auf wie ein Tourist, warf ihm der vorsitzende Richter vor. Schneider begründete sein Benehmen mit seiner Antipathie gegenüber dem Chef-Ermittler der Polizei. 

Der ehemalige Operationschef des Luxemburger Geheimdienstes Fränk Schneider zog sich am Freitag den Ärger des Gerichts zu. Er trete auf wie ein Tourist, warf ihm der vorsitzende Richter vor. Schneider begründete sein Benehmen mit seiner Antipathie gegenüber dem Chef-Ermittler der Polizei.  Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Während Fränk Schneider, der ehemalige Operationschef des Luxemburger „Service de renseignement“ (SREL), aus seinen Ressentiments gegenüber dem Chef-Ermittler der Kriminalpolizei keinen Hehl machte, geriet Ex-SREL-Chef Marco Mille zum Abschluss seiner präzisen Ausführungen vor der 12. Strafkammer des Bezirksgerichts plötzlich ins Stocken. „Eine Sache liegt mir ganz besonders am Herzen“, betonte der Sicherheitsexperte, bevor er von Emotionen überwältigt wurde und mehrmals hörbar schluckte.

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