Justiz

Keinen Schritt weiter: Auftakt des Berufungsverfahrens im Bommeleeër-Bis-Prozess

Bereits am ersten Tag des Berufungsverfahrens im sogenannten Bommeleeër-Bis-Prozess um mutmaßliche Falschaussagen im Bommeleeër-Prozess 2013/2014 zeigt sich: Auch in zweiter Instanz dürften kaum neue Erkenntnisse in der Affäre hinzukommen.

Im Bommeleeër-Labyrinth: das Berufungsgericht

Im Bommeleeër-Labyrinth: das Berufungsgericht Foto: Stefan Kunzmann

Der Saal CR 0.19 im „Cour d’appel“ wird von den schräg einfallenden Strahlen der Herbstsonne, die durch das Milchglas der Fenster fallen, in ein diffuses Licht gehüllt. Die Protagonisten des Gerichtsverfahrens sind auf den Bänken der Angeklagten und der Nebenkläger die üblichen Verdächtigen. Auf der Seite der Richter und der Staatsanwaltschaft hat im Vergleich zur ersten Instanz in der 9. Kriminalkammer, deren Verhandlung vor etwa einem Jahr begann und am 26. Februar mit dem Urteilsspruch endete, damals mit sechs Angeklagten, das Personal gewechselt.

An der Berufungsverhandlung nehmen Pierre Reuland, ehemaliger Kommandant der „Brigade mobile“ der Gendarmerie (BMG) und später Generaldirektor der Polizei, dazu der ehemalige Gendarmeriechef Aloyse Harpes sowie die beiden früheren Polizisten Guy Stebens und Armand Schockweiler teil. Mit von der Partie sind auch die beiden Angeklagten im Hauptprozess, Marc Scheer und Jos Wilmes, zusammen mit ihren Anwälten. Sie hatten Schadensersatz von den Angeklagten gefordert.

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