Livestream der Pressekonferenzen

Journalistenverband ALJP übt harsche Kritik an Informationspolitik der Regierung

Mit harscher Kritik hat der Luxemburger Journalistenverband ALJP am Freitag auf die Entscheidung des Presse- und Informationsdienstes der Regierung reagiert, die Aufnahmen der Pressekonferenzen im Netz um den gesamten Frage-Antwort-Teil zu kürzen. Der Umgang der Regierung mit den Medien und deren Missbrauch zur Selbstinszenierung sei nicht mehr hinnehmbar.

„Keine Rednertribüne für MinisterInnen, die lediglich eine gute Figur machen wollen“: Die Videos der Pressekonferenzen werden gekürzt ins Netz gestellt. Laut ALJP ein Eingriff in die Pressefreiheit.

„Keine Rednertribüne für MinisterInnen, die lediglich eine gute Figur machen wollen“: Die Videos der Pressekonferenzen werden gekürzt ins Netz gestellt. Laut ALJP ein Eingriff in die Pressefreiheit. Foto: Editpress/Julien Garroy

Mehr Transparenz hatte die aktuelle Koalition bei ihrem Amtsantritt versprochen. Man wolle die Fenster groß aufreißen und durchlüften, so die Ansage. Vor allem in Zeiten der sanitären Krise aber ist von diesem Versprechen nicht mehr viel übrig geblieben. Mehrmals schon sah sich die „Association luxembourgeoise des journalistes professionnels“ (ALJP) in den letzten Monaten gezwungen, die Informationspolitik der Regierung an den Pranger zu stellen. Jetzt aber scheint dem Journalistenverband der Kragen geplatzt zu sein: „Es reicht!“, schreibt die ALJP in ihrer jüngsten Mitteilung.

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