Intersex/Intergeschlechtlichkeit
In den ersten 14 Tagen hatte sie ihr Kind als Mädchen kennengelernt
Ursula Rosen hat ein Inter-Kind geboren und berichtet im Tageblatt-Gespräch über ihre Erfahrungen mit der Intersexualität. Die Autorin und frühere Biologielehrerin engagiert sich aktiv in der Präventionsarbeit, stellt pädagogische Unterrichtsmaterialien her und nahm Ende Oktober an einer Veranstaltungsreihe zum Thema „Intersex/Intergeschlechtlichkeit“ in Luxemburg teil.
Eine Mutter liest ihrem Kind aus einem Buch vor. Die Autorin Ursula Rosen gebar ein Inter-Kind und sagt im Tageblatt-Gespräch, dass das mit der Geschlechtlichkeit völlig unwichtig ist. Ihr Kind, das mittlerweile erwachsen ist, führt ein ganz normales Leben. Foto: dpa/Hans-Thomas Frisch
Als ihr Kind geboren wurde, dachte man, es sei ein Mädchen. Da das Kind ein paar Auffälligkeiten wie Atemnot bei der Geburt aufzeigte, bestanden die Ärzte auf eine Blutuntersuchung. Dann kam die Nachricht aus dem Labor: Alles in Ordnung, ein gesunder Junge. Die Mutter, Ursula Rosen, war überrascht. Sie hatte in den ersten 14 Tagen ihr Kind als Mädchen kennengelernt und nun besagt die Blutuntersuchung, dass es sich um einen Jungen handelt.