Neuer gesetzlicher Kader stärkt Elternvertretung

Eltern bekommen mehr Gewicht im Bildungssystem

Schule geht alle an. Diese Botschaft stand am Mittwoch bei einer Pressekonferenz des Bildungsministeriums im Mittelpunkt. Minister Claude Meisch trat gemeinsam mit dem scheidenden Präsidenten der nationalen Elternvertretung, Alain Massen, vor die Presse. Eine Bilanz und vor allem ein Ausblick auf einen neuen rechtlichen Rahmen.

Claude Meisch und Alain Massen blicken auf sechs Jahre konstruktive Zusammenarbeit im Bildungswesen zurück

Vielleicht sind Bildungsminister Claude Meisch und der Präsident der nationalen Elternvertretung Alain Massen (r.) nicht immer einer Meinung gewesen, insgesamt haben sie am Mittwoch aber auf sechs gemeinsame, konstruktive Jahre zurückgeblickt Foto: Editpress/Julien Garroy

Die nationale Elternvertretung wurde 2018 eingeführt, um Eltern auf Landesebene Gehör zu verschaffen. Seit der ersten Wahl 2020 habe sich ein strukturierter Dialog zwischen Eltern, Schule und Ministerium etabliert, hieß es. Dass dabei nicht immer Konsens entstehe, sei normal, entscheidend sei, dass unterschiedliche Positionen gehört werden, betonte Bildungsminister Claude Meisch (DP).

Alain Massen blickte „mit ein bisschen Emotionen“ auf sechs Jahre Aufbauarbeit zurück. Covid habe den Start erschwert, mit Beginn der zweiten Amtszeit 2023 sei man dann aber „voll auf Kurs“ gewesen. Man werde als Partner des Schulsystems ernst genommen. Schwieriger bleibe es, alle Eltern zusammenzubringen: Die Schule sei ein Spiegel der Gesellschaft. Die Elternvertretung verstehe sich daher nicht als reine „Gewerkschaft“, die nur Missstände anprangert, sondern als konstruktiver Partner, der Dialog und Debattenkultur stärkt.

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