Traversini-Affäre

Ehemaliger Differdinger Bürgermeister steht vor Gericht: „D’Gesetz muss spillen“

Wegen einer (mutmaßlichen) illegalen Baugenehmigung musste sich der ehemalige Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Luxemburg verantworten. Die Vertreterin der Generalstaatsanwaltschaft forderte die Bestätigung des Urteils aus erster Instanz. Der ehemalige Grünen-Politiker war 2019 vom Friedensgericht in Esch zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte Traversini Berufung eingelegt. 

Am 20. September 2019 trat Roberto Traversini als Bürgermeister der Stadt Differdingen zurück

Am 20. September 2019 trat Roberto Traversini als Bürgermeister der Stadt Differdingen zurück Foto: Editpress/Alain Rischard

Die Baugenehmigung sei illegal, so das Urteil der Vertreterin der Staatsanwaltschaft: „Den Artikel 23 vum PAG (Plan d'aménagement général) ass ganz kloer. Eng nei Konstruktioun hätt net dierfen esou konstruéiert ginn. De Recul vum Parameter ass net respektéiert ginn. D’ Gesetz muss hei spillen.” Der Bürgermeister hätte prüfen müssen, ob das Bauvorhaben nicht gegen Artikel 23 des PAG verstößt. Die Baugenehmigung kann allerdings nicht mehr annulliert werden, so die Vertreterin der Staatsanwaltschaft weiter. 

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