Gesundheitswesen

Dornenkrone und DDR-Vergleich: AMMD kritisiert Digitalisierungspolitik der Regierung

Der Streit zwischen AMMD und eSanté geht in die nächste Runde. Mit Dornenkrone und DDR-Verlgeich hat die Ärzteschaft das langsame Voranschreiten in puncto Digitalisierung kritisiert. Für die AMMD steht einiges auf dem Spiel – unter anderem 4,5 Millionen Euro.

Seit 2018 sei wenig Konkretes in Sachen Digitalisierung des Gesundheitswesens passiert, meint AMMD-Präsident Alain Schmit

Seit 2018 sei wenig Konkretes in Sachen Digitalisierung des Gesundheitswesens passiert, meint AMMD-Präsident Alain Schmit Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Dornenkrone und DDR-Vergleich: Die Ärztevereinigung AMMD hat das langsame Voranschreiten der Digitalisierung im Gesundheitssektor mit teils scharfen Vergleichen kritisiert. „Die Luxemburger Digitalisierung leidet unter eine disfunktionalen Herangehensweise“, sagte Alain Schmit, Vorsitzender der AMMD, auf einer am Montag einberufenen Pressekonferenz. Es herrsche eine „Konfusion, was ein einheitliches Digitalisierungskonzept von einer reinen Digitalisierung eines Verwaltungsablaufes“ eigentlich unterscheide. „Das derzeitige ,Dossier de soins partagé‘ ist nicht nur gegen den Willen des Patienten aufgemacht worden, sondern ist auch mit Dokumenten gefüllt, die nicht verifiziert werden können.“ Die von der AMMD angebotene Lösung werde hingegen weiterhin sabotiert und ignoriert. Das Vertrauen in die verantwortlichen Minister sei erodiert. „Das bisherige System wurde mit Füßen getreten“, so Schmit.

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