Gastbeitrag
Die Abwertung nicht-westlichen Wissens
„Wissen“ existiert nicht bloß im Westen und auch nicht erst seit der Geschichtsaufschreibung. Doch inwiefern finden diese unterschiedliche Perspektiven Platz in unserer Gesellschaft?
Foto: Radoslaw Czajkowski/dpa
Wenn über Kolonialismus und Neokolonialismus gesprochen wird, dann wird meistens auf Landraub, Gewalt in den Kolonien, auf Sklaverei und Zwangsarbeit angespielt. Dabei geht es um ökonomische Ausbeutung, politische Einflussnahme und die Schaffung von Abhängigkeiten, die bis heute andauern. Dabei geht die Form der gewaltsamen Ausbeutung über das Ökonomische und Körperliche hinaus. Eine Dimension, die selten thematisiert wird, ist die epistemische Gewalt.