Esch in der Corona-Krise

Bürgermeister Georges Mischo beklagt Stigmatisierung des Südens

Corona-Hotspot Kanton Esch: Die Minette-Stadt wurde nach Veröffentlichung von Luxemburgs Corona-Infektionskarte an den Pranger gestellt. Bürgermeister Georges Mischo (CSV) beklagt im Gespräch mit dem Tageblatt die Stigmatisierung des Südens insgesamt – und fordert weiterhin Verantwortung und Disziplin im Umgang mit dem Virus.

Georges Mischo verweist im Zusammenhang mit den zahlreichen Neuinfektionen im Kanton Esch auf die hohe Bevölkerungsdichte

Georges Mischo verweist im Zusammenhang mit den zahlreichen Neuinfektionen im Kanton Esch auf die hohe Bevölkerungsdichte Foto: Editpress/Julien Garroy

788 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet der Kanton Esch im Juli 2020 – und ist damit der Corona-Hotspot in Luxemburg. Darunter zu leiden hatte vor allem die Stadt Esch, die stellvertretend für den Süden in aller Munde war. Dass es so viele Neuinfektionen im Süden gibt, erklärt Bürgermeister Georges Mischo gegenüber dem Tageblatt mit der hohen Bevölkerungsdichte im Süden: „Der Kanton Esch verzeichnet mit 180.000 Einwohnern auf relativ engem Raum eine sehr dichte Bevölkerung – mit Esch, Düdelingen, Differdingen und Sanem sind vier der fünf größten Gemeinden des Landes im Kanton Esch gelegen.“ Genaue Zahlen, wie viele aktive Infektionen es momentan in Esch gebe, kann er zurzeit jedoch nicht nennen, sagt der Bürgermeister der zweitgrößten Gemeinde des Landes. Vor zwei Wochen lag die Zahl der aktiven Infektionen jedoch bei 143.

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