Im September 1941 informiert die Gestapo im besetzten Luxemburg das Konsistorium über die bevorstehende Deportation nach Osten von über 300 Menschen, die aufgrund der Nazi-Rassengesetze als „Juden“ definiert wurden. 323 Männer, Frauen und Kinder werden schließlich gezwungen, am 16. Oktober 1941 am Bahnhof in Luxemburg-Stadt zu erscheinen, mit einem Koffer mit persönlichen Gegenständen und Nahrungsmitteln für drei Tage als einzigem Gepäck. Nach Mitternacht beginnt eine schreckliche Reise, welche am 18. Oktober ihr Ziel erreicht, den Güterbahnhof von Litzmannstadt im „Reichsgau Wartheland“ (die heutige Stadt Łódź in Polen). Zum 82. Jahrestag des ersten von sieben Deportationstransporten aus Luxemburg werden das „Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History“ (C2DH) und die „Fondation luxembourgeoise pour la mémoire de la Shoah“ im Rahmen des „Mémorial digital de la Shoah au Luxembourg“ (memorialshoah.lu) sämtliche Biografien dieser 323 Personen am 13. Oktober im Rahmen einer „Journée d’études“ im Kulturzentrum Abtei Neimënster vorstellen. Heute publizieren wir die Biografie von Erich, Berthe, Margot und Edith Löwenstein-Hartoch.
16.07.2023