Kommentar
Zur Lage der Grünen in Deutschland
Die beiden Grünen Annalena Baerbock und Robert Habeck – hier während einer Kabinettssitzung – müssen die Augen nach allen Seiten offen halten Foto: AFP/Tobias Schwarz
Der Politikbetrieb ist schnelllebig. Und er ist ein Ergebnis-Geschäft. Schön gespielt und doch verloren, das hilft am Ende nicht nur im Sport nicht weiter. Wer Umfragen gewinnt, hat wenig davon, wenn er dann doch Wahlen verliert – oder nicht das erhoffte Ergebnis einfährt. Die Grünen waren vor zwei Jahren mit der ersten Kanzlerkandidatin ihrer mittlerweile 43-jährigen Parteigeschichte angetreten, um nach der Macht in Deutschland zu greifen. Annalena Baerbock sollte die Grünen ins Kanzleramt führen. Am Ende blieben Kandidatin – nach einer Reihe selbst verschuldeter Fehler – und auch die Partei mit 14,8 Prozent deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück.