Editorial

Zu den europäischen Ambitionen der Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Ehefrau Ermine Erdogan während einer Wahlkampfveranstaltung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Ehefrau Ermine Erdogan während einer Wahlkampfveranstaltung Foto: Adem Altan/AFP

Nach dem ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag in der Türkei wurde der Umstand, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan erstmals in eine Stichwahl gezwungen wurde, von manchen bereits als Erfolg gewertet. Trotz der vielen Mängel seiner Amtszeit, die ihm seine Wiederwahl erschweren sollten, trotz der Umfragewerte, die den Oppositionskandidaten Kemal Kilicdaroglu im Vorteil sahen, hatte Erdogan am Ende doch noch die Nase vorn. Das aus sechs Parteien bestehende Bündnis um den CHP-Chef Kilicdaroglu vermochte es nicht, mit vereinten Kräften den Präsidenten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: Dieser geht nun mit den größeren Chancen in die zweite Wahlrunde am kommenden Wochenende. Nachdem der erhoffte und vorhergesagte Erfolg für die Sechserkoalition ausgeblieben ist, dürfte es jetzt schwierig werden, neuen Schwung in den Wahlkampf zu bringen.

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