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Warum gibt es keinen Frieden und warum redet niemand über Frieden?

Warum gibt es keinen Frieden und warum redet niemand über Frieden?

Frieden ist für die Waffenindustrie ein Albtraum. Denn Frieden bedeutet: stillgelegte Produktionsbänder, entlassene Lobbyisten, sinkende Boni für Vorstände. Frieden bringt keinen Gewinn für die Waffenindustrie. Denn Frieden ist für die Waffenindustrie der größte anzunehmende Verlust.

Die globale Rüstungsindustrie macht Milliardengewinne – nur dann, wenn: Kriege geführt werden (oder zumindest drohen), Aufrüstung beschlossen wird, Angst verkauft werden kann.

Wenn Frieden wäre – echter Frieden –, dann würde Folgendes passieren: keine Panzerbestellungen mehr, keine Kampfflugzeuge mehr, keine Munitionsfabriken, die rund um die Uhr laufen, keine Aktienkurse von Rheinmetall, Lockheed Martin oder BAE Systems, die in die Höhe schnellen.

Die Politik ist darin verstrickt

Und hier wird es schmutzig: In Deutschland sitzen ehemalige Generäle und Minister in den Aufsichtsräten von Rüstungskonzernen. In den USA fließen Milliarden von Rüstungslobbyisten in den Kongress. Überall auf der Welt werden Kriege nicht trotz, sondern manchmal auch wegen der Wirtschaftsinteressen geführt – oder zumindest verlängert. Die Politik redet von „Verteidigung“ – aber die Industrie rechnet in „Absatzmärkten“. Die Politik redet von „Sicherheit“ – aber die Industrie denkt nur an Umsatzsteigerung.

Warum wird diese Wahrheit nicht laut gesagt?

Weil sie systemsprengend ist. Denn wenn die Menschen erst einmal verstehen, dass der Krieg nicht immer der einzige Ausweg ist, dass Aufrüstung nicht immer der einzige Schutz ist, dass hinter manchen „Sicherheitsdebatten“ nur Aktienkurse stecken ..., dann würden sie aufhören, Angst zu haben. Und eine Bevölkerung ohne Angst ist für die Mächtigen die gefährlichste Bevölkerung.

Also redet man von „Bedrohungslagen“. Man malt Feindbilder. Man sagt: „Wir müssen kriegstüchtig werden.“ Und die Menschen zittern – und die Industrie reibt sich die Hände.

Ich will jetzt sagen – was viele denken, aber nichts sagen – aus Angst, als „Verschwörungstheoretiker“ abgestempelt zu werden. Aber, ich bin noch ein Zeitzeuge, der die Mechanik des Krieges erlebt hat. Ich weiß, dass Krieg nicht nur eine Tragödie ist – er ist auch immer ein Geschäft. Ja, Frieden ist immer möglich. Er ist nur nicht profitabel.

Was soll man mit dieser Erkenntnis tun?

Ich glaube, der erste Schritt ist, die Wahrheit beim Namen zu nennen. Der zweite Schritt ist, sich nicht länger für dumm verkaufen zu lassen. Der dritte Schritt ist, zu fordern: Transparenz über Lobbyismus in der Rüstungsindustrie, eine Entflechtung von Politik und Waffenkonzernen, eine echte Friedenspolitik, die nicht an Aktienkursen gemessen wird.

Und der vierte Schritt – das ist der schwierigste – ist: nicht zu verzweifeln. Denn es gibt immer noch mehr Menschen, die Frieden wollen, als Menschen, die von Krieg leben.

Am Ende will ich sagen: Ich bin ein Zeitzeuge, der den Krieg gesehen, aber den Frieden nicht vergessen hat.

2 Kommentare
Luxmann 08.10.202610:25 Uhr

Richtig gesehen.
Aber selbst frieden ist fuer die waffenindustrie nicht der wirkliche albtraum ,solange gewiefte politiker die desoefteren gleichzeitig lobbyisten der industrie sind dem volk weissmachen,dass es immer mehr teure waffen braucht um diesen frieden zu verteidigen.
Die waffenfabriken brummen und der gewinn der aktionaere ist gesichert...eine ideale welt wenn man am richtigen hebel sitzt.

Grober J-P. 08.10.202609:03 Uhr

"In den USA fließen Milliarden von Rüstungslobbyisten in den Kongress." Dann sagen Sie uns noch wie es hinter dem Ural abläuft, oder in Peking, bitte.

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