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Warum Wasserknappheit mit politischer Instabilität einhergeht
Die Überflutungen, Dürren, Hitzewellen und Feuersbrünste, die derzeit viele Teile der Welt verheeren, unterstreichen zwei grundlegende Tatsachen. Erstens, dass von der Schädigung der Trinkwasserbestände eine zunehmende Belastung der menschlichen Gesellschaften und insbesondere der Armen mit weitreichenden Folgen für die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Stabilität ausgeht. Und zweitens, dass die gemeinsamen Auswirkungen der heutigen Extrembedingungen in der menschlichen Geschichte beispiellos sind und die Fähigkeit der Politik, darauf zu reagieren, überfordern.
China, 2. September 2022: Menschen sitzen im ausgetrockneten Flussbett des Jangtse in Wuhan Foto: AFP
In Ostafrika hat eine verheerende vierjährige Dürre die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen vernichtet und mehr als 20 Millionen von ihnen der Gefahr des Verhungerns ausgesetzt. In Pakistan haben die jüngsten Überflutungen ein Drittel des Landes unter Wasser gesetzt, bisher mindestens 1.300 Menschen getötet und 45 Prozent der diesjährigen Ernte vernichtet. In China hat eine beispiellose Hitzewelle akuten Wassermangel in Regionen verursacht, auf die ein Drittel der Reisproduktion des Landes entfällt.