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Systematischer Missbrauch des Adapto-Dienstes: Sicherheitsrisiken und Aggressivität gegenüber Fahrgästen

Systematischer Missbrauch des Adapto-Dienstes: Sicherheitsrisiken und Aggressivität gegenüber Fahrgästen

Hiermit möchte ich auf die massiven Missstände beim Adapto-Dienst aufmerksam machen, die ich im Zeitraum vom 5. bis 7. Februar 2026 sowie bei vorangegangenen Fahrten erfahren musste. Was als unverzichtbare Mobilitätshilfe für Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung beworben wird, entpuppt sich in der Realität zunehmend als ein Dienst, der seine Fahrgäste respektlos und gefährlich behandelt.

Besonders alarmierend war eine Fahrt am 5. Februar: Der Fahrer verfügte über keinerlei Ortskenntnisse und war nicht einmal in der Lage, meine Ortschaft zu finden. Während der Fahrt hantierte er gleichzeitig mit zwei Mobiltelefonen, um verzweifelt den Weg zu suchen, und versuchte sogar, mich über ungeeignete Waldstrecken in Tawioun zu schicken. Letztlich musste ich als Fahrgast die Navigation komplett selbst übernehmen, um sicher am Ziel anzukommen. Eine solche Ablenkung am Steuer ist lebensgefährlich.

Leider ziehen sich Aggressivität und mangelnde Professionalität wie ein roter Faden durch meine Erfahrungen mit den verschiedenen Dienstleistern:

Schikane und Aggressivität (Firma Altra): Am 06.02. wurde ich von einem Fahrer und einem Beifahrer aufgrund eines kleinen Koffers in einem aggressiven Tonfall schikaniert. Es herrscht dort eine Atmosphäre, in der Senioren wie eine Last behandelt werden.

Feindseligkeit gegenüber Haustieren (Firma Colux): Bereits vor einigen Monaten wurde ich von einem Fahrer der Firma Colux extrem aggressiv behandelt, nur weil ich meinen kleinen Bichon frisé mitnehmen wollte. Der Fahrer verlangte allen Ernstes, nur mich mitzunehmen und den Hund auf dem Bürgersteig zurückzulassen. Trotz meiner expliziten Erklärung, dass der Hund friedlich ist und ordnungsgemäß angeschnallt wird, blieb das Verhalten des Fahrers völlig grundlos feindselig.

Religionsausübung am Steuer (Firma Colux): Ein weiterer Fahrer betete während der Fahrt lautstark, was die notwendige Konzentration im Straßenverkehr und die professionelle Distanz untergräbt.

Hygiene-Mängel: Die Sauberkeit der Fahrzeuge, insbesondere bei der Firma Altra, ist oft unzureichend und bedarf regelmäßiger Kontrollen.

Angesichts dieser Vorfälle fordere ich von der ATP und dem Transportministerium konsequente Maßnahmen: Eine zwingende „Assistant Senior“-Schulung für alle Fahrer, den Nachweis von Ortskenntnissen und der luxemburgischen Sprache sowie ein striktes Verbot privater Handynutzung am Steuer.

Wir Senioren und Menschen mit einer Beeinträchtigung sind auf diesen Dienst angewiesen und verdienen einen Transport, bei dem Sicherheit, Respekt und die Einhaltung professioneller Standards garantiert sind.

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