Meinung

Rabulistisch?     

„Anpassung ist die Stärke der Schwachen!“, hat der Aphoristiker Wolfgang Herbst gesagt. Und: „Worte sind Gegenstände: Man kann sich an ihnen stoßen.“ Worte und Begriffe – ein immer reizvolles Terrain! Schon der bedeutende Philosoph und Redner Augustinus hatte in seinem Buch gegen die Skeptiker rabulistisch darauf hingewiesen, dass man nichts wahrscheinlich nennen dürfe, wenn man die Wahrheit selbst nicht kenne.

Rabulistisch?     

Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Allein deshalb ist dieses – an sich eher abwertende, rätselhafte Adjektiv „rabulistisch“ schon mal eine Thematisierung wert. Es wird in den Lexika als „haarspalterisch, spitzfindig, sophistisch“ definiert. Beispiel: „Seine rabulistische Art konnte jeden innerhalb kürzester Zeit zur Weißglut bringen.“

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