Kommentar

Moria-Camp: Europa hat nicht weggeschaut – doch das macht es noch schlimmer

Nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sollen die obdachlos gewordenen Migranten zunächst auf Schiffen und in Zelten unterkommen

Nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sollen die obdachlos gewordenen Migranten zunächst auf Schiffen und in Zelten unterkommen Foto: AFP/Anthi Pazianou

Es stimmt. Was in dem griechischen Flüchtlingslager Moria und in vielen anderen an Grauenhaftem vonstattengeht, ist die Schuld der EU und ihrer Migrationspolitik. Beziehungsweise die Schuld der gewollt nicht vorhandenen Migrationspolitik. Es ist die Schuld einiger Staaten, die sich jedem europäischen Vermittlungsversuch zur Verteilung von Flüchtlingen und Migranten versperren – mit einer Sprache und einer Argumentation, bei denen sich nicht einmal mehr die Mühe gemacht wird, den ihnen zugrundeliegenden Stimmenfang-Rassismus zu kaschieren.

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