Kommentar
Maduros Zeit in Venezuela ist abgelaufen
Da hilft auch kein buntes Outfit mehr, Präsident Nicolas Maduro (Mitte) setzt auf Manipulation Foto: Fernando Vergara/AP/dpa
Der kolumbianische Literatur-Nobelpreisträger Gabriel Garcia Márquez hat in seinem Roman „Der General in seinem Labyrinth“ über den südamerikanischen Befreier Simón Bolivar und dessen letzte Reise im Jahr 1830 geschrieben. Um die Jahrtausendwende berief sich der venezolanische Offizier Hugo Chávez auf den Unabhängigkeitshelden und entwickelte aus einigen marxistischen Ideen seine Bolivarische Revolution, die zum „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ führen sollte, finanziert aus dem Ölreichtum des Landes. Chávez starb 2013 an Krebs. Der „Chavismus“ wurde von seinem Nachfolger Nicolás Maduro weiter verwaltet. Doch de Bolivarische Revolution ist längst tot, das Land kaputtgewirtschaftet.