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Katechon vs Mahdi: Krieg der religiösen Hardliner in Nahost

Katechon vs Mahdi: Krieg der religiösen Hardliner in Nahost

Der Trump-Vertraute und Techmilliardär Peter Thiel sieht im „Katechon“, also in „dem, was zurückhält“, die letzte Bastion gegen den Antichristen, den er in linken und vor allem in woken Figuren wie Greta Thunberg sieht. Auch gemäßigte Liberale zählen schnell schon mal zum „Team Antichrist“.

Iranische Mullahs warten ihrerseits sehnsüchtig auf den sog. „Mahdi“, den Nachfolger des Propheten Mohammed. Im schiitischen Islam soll dieser „Mahdi“ ähnlich wie das Katechon in einer nicht näher definierten Endzeit erscheinen. Diese Epiphanie vermag als einzige Kraft Chaos, Unrecht und Unordnung hienieden zu beseitigen. Aus diesem Grund ist beiden fundamentalistischen Lagern an einer Expansion von Krieg, Chaos, und Zwietracht gelegen: Umso schneller wird dann der jeweilige Erlöser auftreten, wenn die Not am größten ist.

Da halte ich es lieber mit Albrecht Haushofers Moabiter Sonett „Bhagavadgita“:

„Drum heiß ich den vermessen, dennoch rein,

Der sich im Traumbild eine Welt entwarf,

Die Sterbens wohl, doch Tötens nicht bedarf.“

Im Schlussterzett plädiert der im Nazi-Folterknast inhaftierte Haushofer angesichts seiner Hinrichtung für eine friedliebende Welt. Sind die Religionen, vor allem die monotheistischen, in diesem Zusammenhang eine Hilfe oder eher ein Brandbeschleuniger? Die Frage sei erlaubt, gutgemeinte Antworten willkommen.

1 Kommentare
Fraulein Smilla 03.06.202607:45 Uhr

Es war die Gleichheit vor Gott , die zur Gleichheit vor dem Gesetz fuehrte . In einer konfuzianischen Harmoniegesellschaft oder in einem hinduistischen Kastensystem war dies nicht der Fall . Man muss schon unter atheistischer Verblendung leiden , wenn man glaubt nur Monotheistische Gesellschaften wuerden Kriege entfesseln .

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