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Junge Ukrainer, ab in den Fleischwolf – die EU auf Abwegen

Junge Ukrainer, ab in den Fleischwolf – die EU auf Abwegen

Foto: Editpress/Alain Rischard

Man glaubt zunächst, nicht richtig zu lesen, doch es stimmt. Die EU plant zwar, den Schutzstatus der Ukrainer*innen zu verlängern, jedoch mit einer Ausnahme, und genau diese hat es in sich: Männer im wehrfähigen Alter sollen künftig kein Anrecht auf Asyl in der EU mehr erhalten, sondern EU-seitig erwartet man von ihnen, dass sie „ihrer Wehrpflicht nachkommen“ und in der ukrainischen Armee „für ihr Land kämpfen“.

Anbei ein Zitat aus einem rezenten Insta-Kommentar: „Als Ukrainer möchte ich eines sagen: Ich bin kein Soldat. Ich bin einfach ein Mensch. Ein Mensch, der in Frieden leben möchte. Ich möchte mein Leben leben, Zeit mit meinen Liebsten verbringen und eine Zukunft aufbauen. Ich möchte nicht für einen Krieg sterben, den ich weder begonnen noch gewollt habe. Ich möchte einfach nur leben.“

Dieser Kommentar, finde ich, bringt es auf den Punkt. Niemand wählt selbst das Land aus, in welchem man geboren wird. Und aus der Geburt eine Pflicht zum Kriegsdienst abzuleiten, wäre als Ansatz völlig falsch, ja ein verwerfliches nationalistisches Denkmuster. Nicht umsonst ist das Kriegsdienstverweigerungsrecht ein Menschenrecht.

Ob ein Mensch in einer Armee kämpfen möchte und dort auf Befehl Menschen, die er weder persönlich kennt noch mit denen er bislang Konflikte hatte, töten möchte, muss jede(r) für sich selbst frei entscheiden dürfen.

Die EU plant aktuell genau das Gegenteil: Sie beabsichtigt, jungen Ukrainern künftig den Schutzstatus zu verwehren und sie somit in den Tod oder die Invalidität zu drängen.

Als Gesellschaft sind wir der Solidarität verpflichtet, der Solidarität mit Menschen, die vor Krieg und Tod fliehen. Übrigens haben im Zweiten Weltkrieg auch so manche Luxemburger*innen flüchten müssen und waren froh, warmherzige Aufnahme und Unterstützung gefunden zu haben. Diese Menschlichkeit sollten wir auch in Zukunft hegen und pflegen, anstatt uns von gefühllosen, rechten Politiker*innen gegeneinander aufhetzen zu lassen.

Dunkle Wolken ziehen über der EU auf, nach dem unmenschlichen Migrationspakt, der Zusammenarbeit mit den Taliban trifft es jetzt die jungen Ukrainer. Was kommt als Nächstes?

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