Editorial
Immer mehr: Über die Klub-WM und die möglichen Folgen
Braucht die Fußballwelt ein weiteres großes Turnier? Foto: AFP/Alex Grimm
Es ist eines der „Herzensprojekte“ von FIFA-Präsident Gianni Infantino, dessen Austragung er bereits als „historisch“ bezeichnete: die Klub-WM, die erstmals in ihrer neuen Form, mit 32 Mannschaften, in den USA über die Bühne geht und noch bis zum 13. Juli laufen wird. Doch ehrlich, ist bei Ihnen die Begeisterung für dieses neue Format, das alle vier Jahre ausgetragen werden soll, bereits entfacht worden? Vor allem in Europa ist die Kritik an diesem neuen Turnier nämlich nicht gerade klein und das Interesse scheint vielerorts überschaubar zu sein. Genauso wie in den USA, wo die Stadien bei vielen Spielen bisher nicht ausverkauft waren und inzwischen spezielle Ticketaktionen gestartet wurden – bei einer gibt es sogar die Möglichkeit auf ein Ticket für das WM-Finale im kommenden Jahr dazu. Ist es wirklich die „europäische Arroganz“, von der Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, in einem Interview mit der Sport-Bild spricht, in dem er Europa vorwirft, die Begeisterung, die etwa in Südamerika herrscht, nicht zu sehen? Oder ist es inzwischen wirklich einfach nur zu viel des Guten und die Klub-WM fördert den Fußball-Überdruss nur noch mehr?