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Hiroshima und Nagasaki: Der Origami-Kranich mahnt eindringlich

Im Juli 1945 wurde in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico die Büchse der Pandora geöffnet. Mit dem ersten Atomwaffentest begann das nukleare Zeitalter. Am 16. Juli fand weltweit der erste Nuklearwaffentest statt. Es begann das Zeitalter des gefährlichen atomaren Wettrüstens. Die schrecklichste und abscheulichste Massenvernichtungswaffe, die jemals von Menschen entwickelt wurde, kam erst zweimal in einem Krieg zum Einsatz. Am 6. und 9. August 1945 wurden US-amerikanische Atombomben über Hiroshima und Nagasaki gezündet. Unermessliches Leid war die Folge.

Graue Wolken hängen über dem Friedensdenkmal in Hiroshima. Japan wird am 6. August den 76. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die Stadt begehen.

Graue Wolken hängen über dem Friedensdenkmal in Hiroshima. Japan wird am 6. August den 76. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die Stadt begehen. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

Setsuko Thurlow, eine Hibakusha (Überlebende) dieses Gräuels, erinnert sich: „Als ich hinauskroch, standen die Ruinen in Flammen. Die meisten meiner Klassenkameraden in diesem Gebäude waren bei lebendigem Leib verbrannt. Ich sah um mich herum eine unvorstellbare Verwüstung. Prozessionen von geisterhaften Gestalten schlurften vorbei. Grotesk verwundete Menschen, sie waren blutend, verbrannt, geschwärzt und geschwollen. Teile ihrer Körper fehlten. Fleisch und Haut hingen von ihren Knochen. Bei einigen hingen die Augäpfel in den Händen. Bei einigen waren die Bäuche aufgeplatzt, die Eingeweide hingen heraus. Der üble Gestank von verbranntem Menschenfleisch erfüllte die Luft. So wurde meine geliebte Stadt mit einer Bombe ausgelöscht.“ Thurlow war zum Zeitpunkt des Abwurfs in Hiroshima 13 Jahre alt. Sie befand sich in ihrer Schule, etwa zwei Kilometer vom Epizentrum der Explosion entfernt. Sie überlebte durch ein pures Wunder.

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