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Haiti: 4,5 Millionen Menschen sind auf externe Hilfe angewiesen

Haiti, das Nachbarland der Dominikanischen Republik, assoziieren viele Menschen mit den folgenschweren Erdbeben 2010 und 2021. Neben diesen tödlichen Naturgewalten thematisieren internationale Medien immer wieder die politischen Unruhen und die humanitäre Notlage im Land; u. a. prekäre Lebensbedingungen und Hungersnot. Nicht zuletzt sorgen derzeit die brutalen Bandenkriege in der zentral gelegenen politischen und wirtschaftlichen Hauptstadt Port-au-Prince für Schlagzeilen.

Haiti: 4,5 Millionen Menschen sind auf externe Hilfe angewiesen

Foto: OTM

Seit der Ermordung des Präsidenten Jovenel Moïse im Jahr 2021 hat sich die politische Lage noch deutlich verschlechtert und die Bildung lokaler Banden verstärkt, die durch Kidnapping und Morde die Stadtbewohner täglich in Angst versetzen. Die ländlichen Regionen Haitis bleiben erfahrungsgemäß von den Gewalttaten verschont, weil dort kein Geld zu holen ist, dennoch leidet die lokale Bevölkerung indirekt sehr unter dem Geschehen, da die Banden den Transport von Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und Treibstoff in ländliche Regionen blockieren oder erheblich verteuern. Die Ernährungsunsicherheit der bereits abgeschotteten ländlichen Bevölkerung spitzt sich folglich weiter zu. Insgesamt sind 4,5 Millionen Menschen (49% der Gesamtbevölkerung) von dieser akuten Ernährungsunsicherheit betroffen und auf externe Hilfe angewiesen.

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