Editorial

FCK den Hass auf Aktivismus

Polizisten tragen die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg aus einer Gruppe von Demonstranten und Aktivisten heraus und vom Rand des Braunkohlentagebaus Garzweiler II weg

Polizisten tragen die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg aus einer Gruppe von Demonstranten und Aktivisten heraus und vom Rand des Braunkohlentagebaus Garzweiler II weg Foto: Federico Gambarini/dpa

Der Himmel ist blau, die Möwen kreisen, im Hintergrund rauscht das Meer und es riecht nach Pommes: Es ist ein entspannter spätsommerlicher Nachmittag an der belgischen Küste, an dem ein junger Mensch in einem Restaurant nach seinem Handy greift. Zugegeben, der voyeuristische Blick zum Nachbartisch ist unangebracht, doch genauso ist es die Hülle, in der sein Mobiltelefon steckt: Darauf prangt in großer, weißer Schrift „Fuck Greta“. Es gilt die Unschuldsvermutung – vielleicht ist das bloß die Anspielung auf eine verhasste Bekanntschaft oder Ex-Freundin. Wer nicht hinterm Mond lebt, zweifelt jedoch zu Recht daran, denn der Hass auf eine andere Greta grassiert seit Jahren: die Umweltaktivistin Greta Thunberg.

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