Retro 2019
Eine Gartenhaus-Affäre mit Seltenheitswert
Auf lokalpolitischer Ebene hat in den letzten zwölf Monaten eine Angelegenheit besonders hohe Wellen geschlagen: die Gartenhaus-Affäre um „Député-maire“ Roberto Traversini („déi gréng“) in Differdingen. Dieser ringt sich zu einem seltenen Schritt durch. Er gesteht Fehler ein und tritt von sämtlichen Ämtern zurück.
Der grüne Shootingstar tritt ab: Am 19. September zieht Roberto Traversini Konsequenzen aus der Gartenhaus-Affäre und stellt sein Bürgermeisteramt in Differdingen zur Verfügung. Eine Woche später legt er auch sein Abgeordnetenmandat nieder. Editpress
Es ist das Jahr der Causae und Affären. Kaum ein Monat vergeht ohne Verfehlungen, Missstände und Unzulänglichkeiten. Ob geheime Archive von Justiz und Polizei, der Koalitionsstreit in Bissen, eine E-Mail der Familienministerin, der Streit um die Versetzung eines Gewerkschaftlers der Armee, die Vermischung von Öffentlichem und Privatem am Hof oder mutmaßliche Missstände im CIGR Syrdall: Die Gartenhaus-Affäre um Roberto Traversini in Differdingen hat zumindest lokalpolitisch alles andere in den Schatten gestellt.