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Die „Ökonomie der Frauen“ wird zum Mainstream

In seiner Komödie „Verlorene Liebesmüh“ von 1597 erzählt William Shakespeare die Geschichte vierer Franzosen, die sich im Spannungsbereich zwischen intellektueller Entwicklung und der Suche nach häuslichem Glück befinden. Etwa vier Jahrhunderte später hat die Harvard-Ökonomin Claudia Goldin das Stück aus der Perspektive amerikanischer Frauen nacherzählt, die Karriere und Familie in Einklang bringen müssen. Jetzt hat Goldin mit ihren tiefen Einblicken in den Arbeitsmarkt der Frauen den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen.

Die „Ökonomie der Frauen“ wird zum Mainstream

Foto: Lauren Owens Lambert/AFP

Dies ist nicht nur bemerkenswert, weil Goldin in einer überwiegend männlich dominierten Disziplin tätig ist – sie ist erst die dritte Frau, die diesen Preis jemals gewonnen hat, und die erste als Einzelperson –, sondern auch, weil sie ihre Forschungen ausschließlich auf Geschlechterrollen konzentriert. Ihre Themen – die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt und insbesondere das geschlechtsspezifische Lohngefälle – werden normalerweise nur in der feministischen Ökonomie behandelt und in anderen Bereichen vernachlässigt.

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