Kommentar
Der neue Generalsekretär Mark Rutte muss die NATO neu erfinden
Er gilt als „Trump-Flüsterer“ und kann damit das Bündnis zusammenhalten, wenn es zu einer weiteren Präsidentschaft von Donald Trump kommt. Doch der neue NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat noch deutlich größere Herausforderungen zu bewältigen.
Die Zerstörung der Friedensordnung durch Putin zu verhindern, wird Ruttes zentrale Aufgabe sein Foto: AFP/John Thys
Viele Monate hat die nordatlantische Verteidigungsallianz daran gearbeitet, sich selbst „trump-fest“ zu machen. Die NATO wollte sich für eine zweite Amtszeit Donald Trumps wappnen, der in seiner ersten Präsidentschaft das Bündnis nicht nur infrage gestellt, sondern zeitweise an den Abgrund geführt hatte und nun im Wahlkampf damit drohte, die Beistandspflicht anzuzweifeln. Den letzten Akt auf dem Weg zur „Trump-Festigkeit“ hat das Bündnis an diesem Dienstag vollzogen: Mark Rutte als neuer NATO-Generalsekretär.