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Der „digitale Radiergummi“ – Vergangenheit zwischen 0 und 1
Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Im 18. Jahrhundert bezeichnete man das Briefeschreiben als einen „schriftlichen Besuch“. Denn zum Brief gehörte die Grußformel, eine Erzählung oder Mitteilung und die Verabschiedung. Wer ein Tagebuch führt, so könnte man den Gedanken erweitern, besucht sich sozusagen selbst. Man klopft in der eigenen Erinnerungsabteilung an und hält fest, was sich ereignet hat. Bereits hier beginnt die Auswahl aus einem Leben, das viele Spuren hinterlässt.