Kommentar
Das Zentrum für Industriekultur muss mit Leben gefüllt werden
Das CNCI soll dafür sorgen, dass die industrielle Geschichte des Landes endlich die gebührende Wertschätzung bekommt Foto: Editpress/Isabella Finzi
Das neue Konzept für das seit Langem angekündigte „Centre national de la culture industrielle“ (CNCI) steht. Mit diesem Zentrum sollen das industrielle Erbe des Landes und die Geschichte der Luxemburger Stahlindustrie die gebührende Aufmerksamkeit bekommen. Doch 20 Jahre gingen ins Land, bis endlich Nägel mit Köpfen gemacht wurden: Das sind zwei Jahrzehnte, in denen Gebäude zerfallen sind und Erinnerungen verblassten. Es gibt nicht mehr viele Zeitzeugen, die heute noch von der Zeit berichten können, als die Hochöfen glühten. Im Jahr 2004, als das erste Konzept für ein Zentrum präsentiert wurde, hätte die Situation noch anders ausgesehen. Nach und nach verschwinden die Gesichter und Geschichten jener Arbeiter, die unter schweren Bedingungen viel zum heutigen Reichtum des Landes beigetragen haben.