Editorial
Das (Un-)Recht des Stärkeren: Das Comeback der „Realisten“ in der Sicherheitspolitik
US-Präsident Donald Trump spricht mit Reportern, bevor er auf dem Südrasen des Weißen Hauses an Bord der Marine One geht Foto: Evan Vucci/AP/dpa
Wer die zweite Hälfte der 1980er Jahre erlebt hat, dürfte die Entspannungspolitik, die von Michail Gorbatschow ausging, dem späteren Staatspräsidenten der Sowjetunion, nicht vergessen haben. Das jahrelange Wettrüsten schien ein Ende zu haben. Mit dem Fall der Berliner Mauer schloss auch das erste Kapitel in der Geschichte der 1949 gegründeten NATO. Das transatlantische Bündnis hatte zum Ende des Ost-West-Konfliktes ebenso beigetragen wie zum Aufbau einer gesamteuropäischen Sicherheitsordnung.