Editorial
Bei der Säuberung der Seine geht es um mehr als um olympische Wettbewerbe
Foto: AFP/Thibaud Moritz
„Saving the Seine“ titelte das renommierte US-Magazin Time vor gut einem Jahr und bezog sich damit auf das Prestigeprojekt der Olympischen Spiele in Paris. Die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, hatte den Parisern und Pariserinnen versprochen, dass sie erstmals seit 100 Jahren wieder in ihrem Fluss baden dürfen. Dafür hat Frankreich bislang 1,4 Milliarden Euro in die Hand genommen. Einen Fluss zu reinigen, ist eine Mammutaufgabe, vor allem in einer Stadt wie Paris mit einer veralteten Infrastruktur. Eine riesige Wasserauffanganlage wurde gebaut, zigtausend Häuser wurden an die Kanalisation angeschlossen und die Arbeiten sind immer noch im Gange.