Luxemburg-Stadt

Zwischen Hoffen und Bangen: Teilnehmer der „Apéri’tour“ wünschen sich mehr Sicherheit im Bahnhofsviertel

Drogenabhängige, die Blumentöpfe durchwühlen, Exhibitionisten, die sich im Supermarkt entkleiden, und Prostituierte, die sich vor Schulen aufhalten: Die Sicherheitslage im Bahnhofsviertel war am Sonntagmorgen Kern der Diskussionen bei der „Apéri’tour“. Rund 100 Teilnehmer haben sich im „Centre sociétaire et sportif“ in der rue de Strasbourg versammelt, um sich mit verschiedenen Verantwortlichen der Gemeinde Luxemburg über ihre Sorgen und Wünsche auszutauschen.

Die „Apéri’tours“ bieten die Möglichkeit, sich vor Ort mit den Verantwortlichen der Gemeinde auszutauschen

Die „Apéri’tours“ bieten die Möglichkeit, sich vor Ort mit den Verantwortlichen der Gemeinde auszutauschen Foto: Editpress/Nancy Lambert

Als „Hotspot von den Hotspots“ beschreibt Tom die Gegend rund um die rue de Strasbourg, wo er mit seiner Frau wohnt. Vor zwei Jahren kaufte er sich dort eine Wohnung. Er spielt jedoch mit dem Gedanken, wieder woandershin zu ziehen – auch im Hinblick auf seine Frau, die mehrmals im Bahnhofsviertel verfolgt oder belästigt wurde. „Beim Einkaufen kam es bereits zweimal vor, dass ein Mann vor ihren Augen seine Hose runtergezogen und sein Geschlechtsteil präsentiert hat“, so Tom. Auch mit Menschen, die in seinem Vorgarten ihr Geschäft verrichten oder im Blumenbeet herumbuddeln, haben er und seine Frau bereits Erfahrungen gemacht. „Wir wissen, warum: Sie suchen nach Drogen, die ein Dealer vielleicht dort versteckt hat.“

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