Luxemburg-Stadt

Zwei rumänische Polizeikräfte sind ab Mai in der Hauptstadt im Einsatz

Ab dem 5. Mai sind rumänische Beamtinnen oder Beamte in Luxemburg, um die Polizei bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Kostenfrage bleibt teilweise weiter offen.

Polizeibeamte aus Rumänien unterstützen Luxemburg-Stadt bei der Sicherheit in den nächsten sechs Monaten

In den kommenden sechs Monaten wird die Polizei in Luxemburg-Stadt von Beamtinnen oder Beamten aus Rumänien begleitet Foto: Editpress/Julien Garroy

„Eine Handvoll“ lautete bislang die Antwort von Innenminister Léon Gloden (CSV), wenn er gefragt wurde, wie viele rumänische Beamtinnen oder Beamte ab Mai gemeinsam mit der Luxemburger Polizei patrouillieren sollen. Anfang März hatte sein Ministerium per Pressemitteilung darüber informiert, dass der Minister und sein rumänischer Amtskollege Cătălin Predoiu eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet haben.

Die Präsenz der ausländischen Polizei soll laut Gloden durch die gemeinsame Sprache und den kulturellen Hintergrund Vertrauen schaffen. Gleichzeitig soll die Präsenz der Polizei mit rumänischen Sprachkenntnissen dissuasiv – also abschreckend – wirken. So will man laut dem Minister gegen das „Phänomen der organisierten Bettelei“ vorgehen.

Ohne Waffe unterwegs

Und dafür sollen nun zwei Beamtinnen oder Beamte aus dem Ausland sorgen, wie die Luxemburger Polizei am Donnerstag auf Nachfrage mitteilte. Dass die Zahl nun genannt wird, überrascht: Das Innenministerium hatte sie zu Beginn „aus operationellen und polizeitaktischen Gründen“ nicht preisgeben wollen. Generell blieb es bei Fragen zur praktischen Umsetzung bislang auffallend wortkarg.

Auf Nachfrage äußert sich nun aber die Pressestelle der Polizei: Die rumänische Polizei wird ab dem 5. Mai in Luxemburg sein und zunächst bei der Regionaldirektion in der Hauptstadt eingewiesen. Danach finden die ersten Patrouillen statt. „Diese Beamten tragen ihre eigene Uniform und keine Waffe“, erklärte die Pressestelle der Polizei. Die Kommunikation mit den luxemburgischen Kolleginnen und Kollegen erfolgt wahrscheinlich auf Französisch.

Die Polizei des Großherzogtums wird für die Aufenthaltskosten aufkommen, die Stadt Luxemburg stellt die Unterkunft. Zu den Gesamtkosten äußerten sich trotz Nachfrage weder Polizei noch Innenministerium. Der Einsatz ist zunächst auf sechs Monate angelegt. Wie das Ministerium bereits angekündigt hatte, ist eine Verlängerung aber möglich.

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Jek Hyde 17.04.202611:00 Uhr

Warum eigentlich Rumänen und keine Eritreer?

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