Alain spannt den Bogen
Zwei Top-Orchester trumpfen auf
Beim zweiten Konzert des London Symphony Orchestra am 22. September stand Bruckners 4. Symphonie im Mittelpunkt, die Symphonie Bruckners, die wohl am häufigsten umgearbeitet wurde. In seiner Einleitung bezeichnete Sir Simon Rattle das Werk als ein „work in progress“, bei dem man selbst als Dirigent gerne die Übersicht verliert.
Sir Simon Rattle und das LSO spielen Bruckners 4. Symphonie Foto: Sébastien Grébille
Im ersten Konzertteil präsentierte Rattle dann zuerst den 3. Satz Scherzo in der Erstfassung von 1874. Bruckner hatte diesen Satz komplett verworfen und für die späteren Versionen ein neues Scherzo komponiert. Anschließend stellte er die zweite von insgesamt drei Finale-Fassungen vor, nämlich das 1878 komponierte Volksfest-Finale. Nach der Pause erklang dann die komplette Symphonie in der „endgültigen“ und im Konzertsaal meistens gespielten Fassung von 1878/80.