Hörbuch
„Zwei Leben“ von Ewald Arenz im Test
Die eine kommt, die andere geht – aber beide tragen denselben Schmerz. In „Zwei Leben“ erzählt Ewald Arenz von zwei Frauen, die in einem kleinen Dorf um Freiheit und Zugehörigkeit kämpfen. Eine Hörbuchrezension.
Das Cover zu „Zwei Leben“ von Ewald Arenz (September 2024, der Audioverlag) – die Laufzeit beträgt 10 Stunden (Bewertung: 4/5) Cover: der Audio Verlag (DAV)
Es ist ein leiser Roman, der sich Raum nimmt – für das Nicht-Gesagte, für das Zwischenmenschliche: Autor Ewald Arenz widmet sich zwei Frauen, die an unterschiedlichen Punkten ihres Lebens stehen und doch auf ähnliche Weise mit Verlust, Verantwortung und der Frage nach Zugehörigkeit ringen. Im Zentrum stehen die junge Roberta, und Gertrud, die Pfarrersfrau – zwei Figuren, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber beide den Wunsch verspüren, dem Dorf, der Enge, den Erwartungen, der Sprachlosigkeit zu entfliehen. Diese Sehnsucht nach Freiheit scheint jedoch untrennbar mit Scham und Schuld verbunden.