Im Kino
„El ser querido“ – oder Sorogoyens Drama über Nähe, Kontrolle und die Macht der Bilder
Rodrigo Sorogoyen entwickelt mit „El ser querido“ ein präzise inszeniertes Drama über emotionale Eskalation, Kontrolle und die Frage, ob Nähe in einer Welt der Bilder überhaupt noch möglich ist.
Ein Vater-Tochter-Gespann mit Problemen: Victoria Luengo (l.) und Javier Bardem (r.) in „El ser querido“ (2026) Quelle: imdb.com
Rodrigo Sorogoyen erzählt in „El ser querido“ von dem gefeierten Regisseur Esteban Martínez (Javier Bardem), der seine entfremdete Tochter Emilia (Victoria Luengo) nach dreizehn Jahren einlädt, gemeinsam einen Film zu drehen. Während der Dreharbeiten auf Fuerteventura brechen alte Verletzungen und Machtkämpfe erneut auf. Was zunächst wie ein Familiendrama erscheint, entwickelt sich zunehmend zu einem Film über emotionale Eskalation und die Frage, ob sich Nähe überhaupt noch herstellen lässt, wenn jede Beziehung bereits von Bildern überformt ist.