Jugendschutz-Serie
Zwei Ex-Schülerinnen des LCD kämpfen gegen institutionellen Sexismus
Jahrelang konnte ein Lehrer des „Lycée classique de Diekirch“ (LCD) ungestört seinen Schüler*innen private Nachrichten schicken. Die Schule will von den Vorwürfen nichts gewusst haben und die Betroffenen berichten von ergebnislosen Bitten nach Hilfe. Im vierten Teil unserer Jugendschutz-Serie: Zwei ehemalige Schülerinnen des LCD werden aktiv, als sie von den Belästigungsvorwürfen erfahren und verfassen ein Schreiben. Ein Gespräch mit einer der Co-Autorinnen.
„Lange Zeit wusste man nicht, an wen man sich mit einer Beschwerde wenden kann“, kritisiert eine Ex-Schülerin den Mangel an Informationen. Auch werden Opfer immer noch allzu oft mit Vorwürfen konfrontiert, anstatt ihnen ein offenes Ohr zu bieten. Foto: Shutterstock
Wenige Tage nachdem die ersten Screenshots der übergriffigen Chat-Verläufe veröffentlicht wurden, tun sich zwei ehemalige Schülerinnen des „Lycée classique de Diekirch“ (LCD) zusammen und schreiben einen offenen Brief. Darin fordern sie unter anderem eine schnelle und transparente Aufarbeitung der Vorfälle und einen offenen sowie fairen Dialog. Außerdem müsse man einen gesamtgesellschaftlichen Dialog starten. Nur so könnte der falschen Annahme, es würde sich um isolierte Einzeltaten handeln, entgegengewirkt werden.