Alain spannt den Bogen

Zwei Erstaufführungen und ein Geburtstag in der Philharmonie

Wie gut es tut, wieder einmal Werke abseits des Mainstream zu hören, das zeigten die beiden Konzerte mit dem Luxembourg Philharmonic und dem Ensemble d’arco, bei denen das Publikum Bekanntschaft mit zwei zeitgenössischen Werken von Marco Pütz und Judd Greenstein machen konnte, aber auch mit selten gespielten Werken von Mozart, Hindemith, Sinigaglia und Korngold.

Der Luxemburger Pascal Schumacher beim Konzert in der Philharmonie

Der Luxemburger Pascal Schumacher beim Konzert in der Philharmonie Foto: Ines Rebelo de Andrade

Es war schon ein peinlicher Fauxpas, den sich Dirigent Teddy Abrams leistete, als er nach der luxemburgischen Erstaufführung von Marco Pütz’ Euphonias Voice vergaß, den Komponisten auf die Bühne zu rufen. Glücklicherweise reagierte dann der Solist Philippe Schwartz und lud Pütz ein, auf die Bühne zu kommen, um seinen berechtigten Applaus entgegenzunehmen. Pütz’ Werk ist ein tolles Stück, das dem Euphonium viele Möglichkeiten gibt, sich zu entfalten. Vor allem aber begeistere mich Pütz’ Umgang mit dem Orchester. Das Luxembourg Philharmonic wusste die Musik bestens in Klang umzusetzen, sodass die Aufführung von Euphonias Voice, übrigens ein Auftragswerk von 2019 der Philharmonie Luxemburg, zu einem starken Erlebnis wurde, dies auch dank des hervorragenden Spiels von Philippe Schwartz.

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