Treffpunkt „Clierwer Stuff“
Zwei Bäckermeister starten neue Bäckerei in Clerf
In den letzten Jahren kamen nicht nur aus dem Ausland Hiobsbotschaften, was das Sterben von Bäckereien anbelangt, sondern auch in Luxemburg verschwanden solche Läden an allen Ecken des Landes. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Umso mehr erfreut es einen, wenn sich – wie in diesem Fall – zwei Bäckermeister zusammentun und eine neue Bäckerei eröffnen. Die Rede ist von der „Clierwer Stuff“.
Die beiden Bäckermeister Jason Schmit und Claude Muller (2. und 3.v.l.) mit ihrem Fachpersonal Zsanett Pernyész (l.), Anna Demidova (4.v.l.) und René Hentschel (r.) Foto: Roger Infalt
Bei unseren deutschen Nachbarn hat in den vergangenen zehn Jahren fast ein Drittel aller Bäckereibetriebe für immer seine Türen geschlossen – oder besser gesagt: schließen müssen. Betrachtet man die Statistiken des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, ist die Zahl der Bäckereien im Jahr 2024 von 11.374 im Vorjahr auf 8.912 zurückgegangen.
Frankreich hat es noch heftiger getroffen: Wie die französische Presse anfangs des Jahres schrieb, sind in nur einem Jahr in 1.200 Bäckereien die Öfen für immer ausgegangen. Unterschiedliche Gründe werden auch hier genannt, so etwa die schnell steigenden Energiekosten, das Fehlen eines Nachfolgers, die Konkurrenz namens Supermarktkette, Discounter und Großbäckereien, der Mangel an Fachpersonal sowie ein empfindlicher Rückgang des Brotkonsums.