Diekirch

„Zusammen in die Zukunft investieren“: Räte stimmen mehrheitlich für Budgetvorlage 2025

Der berichtigte Haushalt 2024 und die Budgetvorlage für das kommende Jahr wurden in der Gemeinderatssitzung vom Montag mit den Stimmen der CSV, der DP sowie des „déi gréng“-Rates angenommen. Allein die fünf LSAP-Räte gaben ihre Gegenstimme ab. Ein Gespräch mit Bürgermeister Charel Weiler (CSV) und Finanzschöffe José Lopes (DP).

Für 3,5 Millionen Euro soll die frühere Villa Conter um- und ausgebaut werden, damit dort das Stadtarchiv untergebracht werden kann

Für 3,5 Millionen Euro soll die frühere Villa Conter um- und ausgebaut werden, damit dort das Stadtarchiv untergebracht werden kann Foto: Roger Infalt

„Wir müssen weiterarbeiten, um voranzukommen“, so Bürgermeister Charel Weiler eingangs des Gesprächs. „Bei allen Gedanken, die wir in Sachen Personalfragen, Investitionen, Neuanschaffungen von Maschinen usw. führen, haben wir natürlich die geplante ,Nordstad‘-Fusion im Hinterkopf, bei der es unter anderem darum geht, zusammen mit den Gemeinden Schieren, Ettelbrück, Erpeldingen/Sauer und – wer weiß – auch Bettendorf in die Zukunft zu investieren.“

Doch bleiben wir erst einmal bei den Herausforderungen und Projekten, mit denen sich die Lokalpolitiker in Diekirch herumplagen. „Die Budgetvorlage 2025 ist an sich von Kontinuität geprägt“, sagt Finanzschöffe José Lopes. „Wir führen viele Projekte weiter, die bereits von der vorigen LSAP-Mehrheit geplant oder begonnen wurden, so zum Beispiel das Parkhaus am Bahnhof, das Anfang 2025 bezugsbereit sein soll, oder die dringend notwendigen Infrastrukturarbeiten in der rue Clairefontaine, das neue Gebäude für die technischen Gemeindedienste an der Felser-Straße, das neue Gemeindearchiv in der früheren Villa Conter, die geplante Kindertagesstätte im einstigen Origer-Haus, die Pläne für ein neues Musikkonservatorium in der ,Sauerwiss‘ usw.“

Blick in die ferne Zukunft

Dabei dürfe man die Instandsetzung von Straßen, den Bau bzw. die Anschaffung von weiteren Sozialwohnungen und natürlich auch den Blick in die ferne Zukunft nicht vergessen. „Die in diesem Jahr getätigte Ausgabe von rund 28 Millionen Euro für die ,Maison Relais‘ (das Tageblatt berichtete mehrmals darüber, Anm. d. Red.) sorgt natürlich dafür, dass wir in den kommenden zwei Jahren den Gürtel wohl etwas enger schnallen müssen, ohne damit sagen zu wollen, dass keine weiteren Projekte geplant werden könnten“, so Lopes.

Apropos ferne Zukunft: „Wir sind dabei, Projektionen sprich Studien zu machen, wie unsere Stadt in den nächsten Jahren wachsen wird“, sagt Weiler. „Wir wissen um die umfangreichen Wohnviertel, die in Planung sind. Das heißt aber auch, dass wir unsere Schulgebäude vergrößern müssen, dass wir unsere Sportinfrastruktur anpassen, unsere Gemeindedienste ausbauen und neues Material sowie neue Maschinen anschaffen müssen usw.“

„City-Eventmanagement“

Der Erste Bürger sprach anschließend vom Bereich des „City-Eventmanagements“, für den zwei Personen eingestellt wurden, die Anfang des Jahres ihren Dienst aufnehmen werden. Ihre Arbeit bestehe unter anderem darin, neue Konzepte für „Diekirch-Plage“ oder den Weihnachtsmarkt zu entwickeln.

Auf das Thema „Budget participatif“ angesprochen, gab Charel Weiler zu verstehen, dass Bürger Projekte vorschlagen können, die ein Budget von 50.000 Euro nicht überschreiten sollten. Über diese Vorschläge werde der Gemeinderat dann beraten und entscheiden. „Und wenn wir schon beim Thema Bürgerbeteiligung sind: Unser Projekt ‚NeiDikrich‘, das wir seit Monaten zusammen mit den Bürgern im Stadtzentrum planen, geht natürlich weiter“, so der Bürgermeister abschließend.

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