Minett-Trail ohne Escher „Gîte“

Zukunft des Escher Wohnpilzes ungewiss

Als Teil der Kulturhauptstadt Esch2022 entstanden, wuchs das Netz der elf Kleinunterkünfte am Minett-Trail bis 2023 zusammen. Nun fehlt ein Stück: Esch ist vorerst draußen.

Escher Gîte im Ellergronn, futuristisches Gebäude in natürlicher Waldlandschaft, einzigartiges architektonisches Wahrzeichen

Im Ellergronn wirkt der Escher „Gîte“ wie ein Objekt aus einer anderen Welt Foto: Editpress/Tania Feller

Die Genehmigung für den Escher „Gîte“ im Ellergronn sei ausgelaufen, eine Verlängerung durch das zuständige Ministerium nicht erteilt worden. Wegen seiner Größe und der nötigen Anschlüsse an Wasser und Abwasser sei ein Umzug auf den Camping Gaalgebierg vorgesehen gewesen, so die Pressestelle der Gemeinde Esch. Dieser sei jedoch am laufenden Umbau der Anlage gescheitert.

Die insgesamt elf „Kabaisercher“ in elf Südgemeinden wurden ab Mitte 2022 nach und nach eröffnet. Die Idee dahinter: ungewöhnliche Unterkünfte entlang eines rund 90 Kilometer langen Wanderwegs, der Architektur, Industriekultur und Tourismus verbindet.

Die naturnahe Escher Unterkunft ist optisch ein markanter Hingucker. In der Praxis zeigte sich jedoch schnell: Der Betrieb ist schwierig. Im Sommer wird es im Inneren sehr warm, Wasser für Küche und Dusche steht nur begrenzt zur Verfügung. Komfort und Alltagstauglichkeit bleiben damit hinter dem Anspruch zurück.

Das bedeutet jedoch nicht, dass das Konzept grundsätzlich nicht funktionieren kann. Mit einem festen Standort, Anschluss an Wasser und Abwasser sowie einer schattigeren Lage ließe sich vieles auffangen.

Die Stadt Esch arbeite an einer Alternative, heißt es. Details gibt es bislang nicht. Offen bleibt damit auch die Zukunft des bisherigen „Wohnpilzes“. Ob die Unterkunft angepasst, verlagert oder ganz aus dem Konzept genommen wird, ist unklar. (mago)

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