„Gréngewald“
Zu Besuch in dem Wald, den der Großherzog gerne zurückhätte
Ein Stück des „Gréngewald“ gehört dem Hof. Großherzog Guillaume möchte seinen Anteil zurückhaben, um ihn stärker der Allgemeinheit zugutekommen zu lassen. Zumindest Teile seiner Pläne könnten allerdings schwer umsetzbar sein.
Großherzog Guillaume hat große Pläne für seinen „Gréngewald“ Fotomontage: Editpress
Der „Gréngewald“ ist mit einer Fläche von insgesamt über 3.500 Hektar der größte zusammenhängende Wald im Großherzogtum. Ein Teil davon, gut 850 Hektar, ist im Besitz der großherzoglichen Familie und wird von der Naturverwaltung (ANF) gepflegt. Großherzog Guillaume möchte die Konvention, die das regelt, frühzeitig kündigen, wie RTL berichtete. Guillaume plant mehrere Projekte im Wald, die der Allgemeinheit zugutekommen sollen. Die Regierung hat das jedoch abgelehnt.
Der Grünewald befand sich seit dem Mittelalter im Besitz der wechselnden Herrscher. Nach dem Wiener Kongress 1815 musste Wilhelm I. sich aus finanziellen Gründen von Teilen des Waldes trennen. Der Staat kaufte dann seit Beginn des 20. Jahrhunderts nach und nach das Areal zurück. Hartnäckig hält sich allerdings nach wie vor das Gerücht, Prinz Félix habe damals den „Gréngewald“ und andere Ländereien in einem monegassischen Casino verspielt. Der frühere Premierminister Jean-Claude Juncker (CSV) dementierte dies jedoch in seiner Amtszeit mehrfach öffentlich.