Rote Liste

Zahl der Igel geht zurück – auch in Luxemburg geht es dem „Kéiseker“ schlecht

Wann haben Sie zuletzt einen Igel gesehen? Bei mir war es im Juli vergangenen Jahres: Er war tot, totgefahren von einem Auto.

Der „Kéiseker“ gilt nun als „potenziell gefährdet“

Der „Kéiseker“ gilt nun als „potenziell gefährdet“ Foto: Editpress-Archiv/Alain Rischard

Erinaceus europaeus lautet der wissenschaftliche Name des kleinen Stachelpakets, das früher ein regelmäßiger Gast in unseren Gärten war. Und mit den Gärten verschwindet auch der Igel. Vergangenen Montag veröffentlichte die Weltnaturschutzunion IUCN am Rande der Weltklimatagung COP, ihre aktualisierte Liste bedrohter Tierarten. Dabei wanderte der Igel, um es mal salopp zu sagen, erstmals vom Status „nicht gefährdet“, auf Englisch, „least concern“, zu „potenziell gefährdet“. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Igel in mehr als der Hälfte der Länder, in denen der Igel lebt, zurückgegangen ist“, so die IUCN in ihrer Pressemitteilung. Schätzungen zufolge sei die Zahl der Exemplare in den einzelnen Ländern um bis zu einem Drittel gesunken, so die IUCN; regionale Studien in Bayern und im belgischen Flandern hätten den Nachweis erbracht, dass sie sich quasi halbiert habe.

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