Zebrastreifen-Streit

ZUG nach Stellungnahme der Stadt Luxemburg: „Das finden wir eine äußerst bedenkliche Aussage“

Im Rechtsstreit um Fußgängerüberwege hat das „Zentrum fir urban Gerechtegkeet“ (ZUG) einen Erfolg erzielt. Die Stadt Luxemburg musste nun Dokumente offenlegen – darunter ein internes Audit zu mehr als 450 Zebrastreifen. Das Zentrum zeigt sich erfreut, endlich Einsicht bekommen zu haben, erhebt jedoch auch schwere Vorwürfe.

Nach Einsicht in die Dokumente der Stadt Luxemburg beklagt das „Zentrum fir urban Gerechtegkeet“ (ZUG), dass die Fußgängersicherheit vom Parkdruck abhängig gemacht worden sei

Nach Einsicht in die Dokumente der Stadt Luxemburg beklagt das „Zentrum fir urban Gerechtegkeet“ (ZUG), dass die Fußgängersicherheit vom Parkdruck abhängig gemacht worden sei Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Der jahrelange Zebrastreifenstreit zwischen der Stadt Luxemburg und dem „Zentrum fir urban Gerechtegkeet“ (ZUG) sollte mit dem rezenten Urteil des Berufungsgerichts sein Ende gefunden haben. Letztendlich gab das Gericht dem ZUG recht und die Hauptstadt musste ihre Dokumente offenlegen. Die Übergabe erfolgte am Donnerstag. Auch dem Tageblatt liegen diese Dokumente vor: Hierbei handelt es sich um ein dreiseitiges internes Schreiben der VdL und ein „Zebrastreifen Audit“. Bei Letzterem handelt es sich um eine Karte, auf der insgesamt 475 Zebrastreifen eingezeichnet und kategorisiert sind. Auch die Datenbank mit Straßenmarkierungen muss dem ZUG nun für eine Dauer von acht Stunden zugänglich gemacht werden – statt nur einer im Beisein eines Mitglieds der kommunalen Rechtsabteilung. Der Einblick kann aus rein technischen Gründen zunächst aber nur vor Ort erfolgen.

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