„Mäi Quartier, meng Plaz“

Wo der Verein „eis Stad“ in Bonneweg verpasste Chancen sieht

Mit der Initiative „Mäi Quartier, meng Plaz“ will die Stadt Luxemburg vier Orte den Sommer über geselliger und grüner gestalten. Dominique Schlechter und Johannes Birgmeier vom Verein „eis Stad“ geht das nicht weit genug: Bei einem Rundgang durch Bonneweg zeigen sie, wo es aus ihrer Sicht hakt.

Dominique Schlechter und Johannes Birgmeier setzen sich bei „eis Stad“ dafür ein, dass die Bedürfnisse der Menschen bei der Stadtentwicklung berücksichtigt werden

Dominique Schlechter und Johannes Birgmeier setzen sich bei „eis Stad“ dafür ein, dass die Bedürfnisse der Menschen bei der Stadtentwicklung berücksichtigt werden Foto: Editpress/Miguel Moutinho De Sousa

„Das ist nicht wirklich konvivial, wie wir hier nebeneinandersitzen“, stellt Dominique Schlechter fest und deutet auf eine neue Holzkonstruktion an der Bonneweger place Léon XIII. Unter anderem auf diesem Platz hat die Stadt Luxemburg für die Aktion „Mäi Quartier, meng Plaz“ verschiedene Sitzgelegenheiten und mobile Pflanzenbehälter aufstellen lassen. Vier Orte in der Hauptstadt sollen so den Sommer über geselliger und grüner werden. Dominique Schlechter überzeugt das nicht: „Schade, dass man sich nicht gegenübersitzen kann. Es wurden einige Blumenkübel aufgestellt, aber keine riesigen Maßnahmen umgesetzt. Das ist nichts Richtiges.“

Die 73-Jährige vom Limpertsberg gehört dem Vorstand von „eis Stad“ an. Seit 2019 setzt sich der gemeinnützige Verein für menschengerechte Stadtentwicklung, im Idealfall durch Bürgerbeteiligung, ein. Dass bei vielen politischen Entscheidungen in Luxemburg-Stadt aus ihrer Sicht häufig nicht die Menschen im Mittelpunkt stehen, wollen die Vorstandsmitglieder Dominique Schlechter und Johannes Birgmeier an diesem Tag in Bonneweg zeigen. Beide geben an, die Zivilgesellschaft aktiv vertreten zu wollen und nicht politisch aktiv zu sein.

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